
Genetische Veranlagung, der Lebensstil oder der medizinische Fortschritt – laut Forscher sind das die wissenschaftlich erwiesenen Faktoren, die dazu beitragen, dass wir länger jung bleiben. Die US- Psychologen Howard Friedman und Leslie Martin von der University of California sorgen jedoch derzeit für einen Aufschrei in der Forschergemeinde. Ihr Statement: "Vergesst Brokkoli und Jogging - was zählt, um gesund und glücklich alt zu werden, sind Charaktereigenschaften wie Ausdauer und Gewissenhaftigkeit.“ Ihre Aussagen stützen sich auf eine 8 Jahrzehnte umfassende Studie an mehr als 1500 US-Bürgern, die sich auf die Frage, welche Umstände die Lebenserwartung beeinflussen, bezieht. Dabei fanden Friedman und Martin z.B. heraus, dass die oft gepredigte Haltung "Think pink" nichts bringt. Im Gegenteil: Wer mit einer rosaroten Brille durchs Leben geht, erlebt häufiger Tiefschläge. Stattdessen haben eher diejenigen beste Chancen auf ein langes Leben, die „sparsam, beharrlich, in Details verliebt und verantwortungsvoll“ sind. Vorsichtigere Zeitgenossen durchdenken alles vorab und sind besser gewappnet, wenn mal was schiefgeht. Fragt man nach dem Warum, zeigt sich, dass die Pflichtbewussten sich offenbar nicht nur besser um ihre Gesundheit kümmern und im defensiven Modus leben (etwa beim Autofahren eher bremsen als Gas geben), sondern auch stabile Lebenssituationen suchen: Langlebige sind oft eingebettet in solide Beziehungen und Arbeitsverhältnisse. Sie verzetteln sich kaum und sparen so Energie für echte Probleme. Ebenfalls wichtig ist, inspiriert zu sein, aktiv seine Ziele zu verfolgen.
"Die Gene sind nicht alles."

Das bestätigt Prof. Christoph M. Bamberger (47), Direktor des Medizinischen Präventions-Centrums Hamburg. Im Interview erklärt er, was genau für langanhaltende Gesundheit nötig ist.
Warum werden wir eigentlich immer älter?
Prof. Bamberger: Das ist vor allem der "Reparaturmedizin" geschuldet. Viele Krankheiten sind immer besser behandelbar trotz ungesunder Lebensweise und damit verbundener Beschwerden.
Das ist doch gut, oder?
Prof. Bamberger: Ja, aber der Preis ist hoch, etwa was Kosten und Lebensqualität angeht. Die Präventivmedizin strebt an, dass wir "gesund sterben", im Idealfall mit 120 - der biologischen Obergrenze.
Wird Altern qualitativ besser?
Prof. Bamberger: Die Tendenz geht dahin. Unsere Kinder werden im Alter vermutlich deutlich gesünder sein als alle vorherigen Generationen.
Welche Rolle spielen die Gene?
Prof. Bamberger: Es gibt Gene, die den Alterungsprozess steuern. Doch eine günstige Veranlagung ist kein Garant, um glücklich steinalt zu werden. Mit unserer Lebensweise können wir gute Gene behindern oder aber schlechte überwinden.
Wodurch altern wir gut?
Prof. Bamberger: Grob gilt: Je ein Drittel sind gute Gene und ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, Gewichtskontrolle und Nikotinverzicht. Das restliche Drittel ist das psychische Wohlgefühl, allen voran Stressreduktion und ein gutes soziales Umfeld.
Quelle: bella
7 Tricks für Disziplin und Zielstrebigkeit
Sieben Tricks für mehr Disziplin und Zielstrebigkeit
Mit diesen 7 überraschenden Tricks bleiben Sie länger jung!
Wichtig ist, eine positive Sicht zu haben! Viele verbinden Disziplin mit Einschränkung und Zwang. Tatsächlich aber geht es darum, bewusst zu handeln. Das zu tun, was nicht von selbst kommt - was man aber für wichtig hält. Wer diese Fähigkeit stärkt, kann das Beste aus sich herausholen und bleibt länger jung.
1. Ziel anpeilen
Neue Gewohnheiten wollen geplant sein. Sport, Freunde treffen, Kultur erleben - beschreiben Sie konkret, was Sie und wie Sie es künftig ändern möchten.
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2. Einfachheit
Je feiner Sie ein Ziel aufdröseln, desto haltloser wird es, weil man sich verzettelt. Planen Sie so einfach wie möglich und so detailliert wie nötig.
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3. Realismus zählt
Oft fängt der Enthusiasmus stark an und lässt ebenso stark wieder nach. Das Ergebnis: Halbgares und Frust. Bündeln Sie Ihre Kraft! Ein Ziel zurzeit reicht vollkommen aus.
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4. Mental-Trick
Erleichtert das "Automatisieren": Konzentrieren Sie sich gedanklich und in Taten öfter auf das angestrebte Verhalten und nicht auf die alten und unliebsamen Gewohnheiten.
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5. Entweder? Oder?
Der innere Schweinehund ist ein mächtiger Gegenspieler. Jetzt ist eine klare Entscheidung nötig: Wollen Sie Ihren Plan wirklich noch aufschieben oder endlich anfangen? Sie müssen die anstehende Aufgabe ja gar nicht besonders gern erfüllen. Hauptsache, Sie beginnen mit der Umsetzung. Sonst verplempern Sie unnötig Energie.
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6. Dranbleiben
Aus der psychologischen Forschung weiß man, dass es etwa sechs Wochen dauert, bis wir altes Verhalten abgelegt und neues eingeübt haben. Und: Rückfälle sind ganz normal. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen, machen Sie einfach weiter.
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7. Ehrgeiz zeigen
Eine Zusatzrunde joggen oder eine Stunde länger auf Schokolade verzichten - wo auch immer Ihr Disziplin-Defizit liegt: Ein bisschen was geht immer. Und auch auf kleine Erfolge können Sie wirklich stolz sein.
Veröffentlicht in Bella








